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Göhrenz ist ein kleiner, beschaulicher Ort vor den Toren Leipzigs und gehört zur Gemeinde Markranstädt. Der Ort selbst kann auf eine recht lange Geschichte zurückblicken.
Erste urkundliche Erwähnung findet sich 1551, als die Zugehörigkeit des Ortes zum Amt Lützen bekannt gegeben wird. Somit ist Göhrenz sicher noch einige Jahre älter – Der Ortsname von Göhrenz wird im digitalen Ortsverzeichnis für 1428 mit Gorenc angegeben.

Das alte Dorf erstreckte sich entlang der Straße von Markranstädt in Richtung Albersdorf und lag etwa in der Mitte zwischen diesen beiden Orten und ebenso in der Mitte zwischen Lausen und Kulkwitz. Heute erstreckt sich das Dorf aufgrund von Erweiterungen und neuen Bebauungen entlang der gesamten Verbindungsstraße zwischen Albersdorf und Kulkwitz. Zudem wurde Albersdorf 1950 zu Göhrenz eingemeindet; Göhrenz allerdings seinerseits ab 1994 zu Markranstädt eingemeindet.

Besonders mit dem Abbau von Kohle wuchs die Ortschaft sichtbar. So wurde lange vor dem Tagebau Kulkwitz die Kohle unter Tage abgebaut; hiervon zeugen die sogenannten Schachthäuser, die allerdings bereits zur Ortschaft Kulkwitz gehören.

Aber auch in Göhrenz siedelten sich zu dieser Zeit neue Einwohner an. Die meisten der Häuser aus dieser Zeit sind allerdings nach der Wende abgerissen worden. Mit einiger Ortskenntnis findet sich noch eine alte Schmiede am alten Ortseingang, die als solche nicht mehr zu erkennen ist – heute ist es ein scheinbar normales Wohnhaus mit Garage. Auch mehrere Kneipen gab es zu dieser Zeit. Ein ehemaliges Gemeinde-Verwaltungshaus steht auch noch am Ortseingang (etwa gegenüber der ehemaligen Kneipe zum Hecht – Spitzname „zur toten Fliege“)

Mit dem Beginn des überirdischen Abbaus von Kohle in Kulkwitz und Göhrenz (dies erfolgte bereits vor dem 2. Weltkrieg etwa ab 1937) wuchs die Bevölkerung nochmals an. Der Höchststand wurde etwa 1950 mit ca. 650 Einwohnern erreicht.

Der Tagebau startete übrigens auf der nordöstlichen Seite der Straße nach Markranstädt; heute findet sich dort der erste Teil der Hochkippe des alten Tagebaus, die sich bis zum heute gefluteten Restloch hinzieht.

Bis zur Wende halbierte sich die Bevölkerung dann allerdings etwa wieder. Mit der Erschließung neuer Baugebiete (Neu-Göhrenz) wuchs dann die Bevölkerungszahl deutlich an und liegt heute etwa bei 900 Einwohnern.

Erwähnenswert ist der ehemalige Bahnhof Göhrenz-Albersdorf, der sich an der ehemaligen Bahnlinie von Leipzig-Plagwitz nach Pörsten über Lützen befindet. Diese Bahnlinie wurde bereits am 1. September 1897 durch die Preußisch-Hessische Staatsbahn eröffnet. Nachdem die Strecke im Mai 1998 stillgelegt wurde, entstand der Elster-Saale-Radweg auf dem Verlauf des ehemaligen Bahndamms.

Weiterhin findet sich eine Holländermühle neben der Straße zwischen Albersdorf & Göhrenz.
Diese wurde im 1856 von einem Bauer Trautgott Schröter errichtet, da es in der Umgebung grundsätzlich an Windmühlen mangelte. Noch heute ist diese Windmühle, die zu einem Wohnhaus umgebaut wurde, zu bewundern. Leider sind die Flügel der Mühle nicht mehr erhalten.

Im Ortsteil Albersdorf befindet sich ein Denkmal für die im 2. Weltkrieg gefallenen Einwohner, welches kürzlich liebevoll restauriert wurde.